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music | bastard : bastard featuring karin sherret - 1995
bastard : bastard featuring karin sherret - 1995

01. dogma
02. loss
03. pest
04. ich
05. wahn
06. smile
07. kopf
08. lüge
09. null
10. mendenem
11. julia
12. mortal
13. dogma (remixed)
14. wahn (remixed)

recorded at "242 rauschen", hamburg 1994
all songs written, performed and produced by marcus giltjes
except "julia" by marcus giltjes and nina könnemann
vocals : karin sherret


karin sherret at the "alienhouse" 1995

 

 

reviews

 

Szene Hamburg : Juli 1995 :

Endzeit-Industrial-Trance? Was um alles in der Welt soll das schon wieder sein? Zunächst einmal handelt es sich um das 2. Soloalbum von Marcus Giltjes, seines Zeichens aktiver Szenemusiker aus dem Darkwavebereich (spielte bei Pink Turns Blue, Zusammenarbeit mit Girls Under Glass, Cassandra Complex, Invisible Limits u.v.m.). Vorliegende CD kombiniert die poetischen Texte einer Sleeping Dogs Wake Sängerin Karin Sherret mit den elektronischen Krachattacken eines Marcus Giltjes - Resultat : harte, schnelle, aggressive Songs mit denkbar konträrstem Gesang. Besonders eigenwilliges Werk
Daniel

 

Indigo Notes : Juli / August 1995 :

Vor Jahresfrist erschien das auch von uns gefeierte Album Random Mindmachine. Hinter diesem ominös-geheimnisvollen Projekt steckte ein Mann, den man eigentlich kennen müßte, sofern man die Waveszene in D-land auch nur so halbwegs überblickt.

Marcus Giltjes startete 1985 als Schlagzeuger bei Pink Turns Blue und nahm mit ihnen drei Alben auf. Nach der Trennung von PTB (1990) arbeitete er u.v.a. für Invisible Limits und wirkte bei ihrem Album Live mit. 1992, mit dem Album Darius begann seine enge Zusammenarbeit mit Girls Under Glass, für Christus (1993) schrieb Marcus auch einige Tracks und übernahm die kompletten Drums. Im gleichen Jahr ging er mit Catastrophe Ballet ins Studio (Transition), mit Sleeping Dogs Wake auf Tour und gründete mit Rodney Orpheus (Cassandra Complex) und Patricia Niagara (Aurora Sutra) das Projekt Sungod (Hammergeile CD Sungod auf Original Artists/EFA gerade erschienen!).

Marcus ließ seine Soloaktivitäten, die er mit Random Mindmachine begonnen hatte, aber nicht aus den Augen : Er kommt jetzt mit Bastard, einem brandneuen Album. Und Bastard ist noch intensiver, noch bedrängender, noch fieser, aufregender und barbarischer als RandomMM. Marcus hat aus durch dem Fleischwolf gedrehten Drums, verschiedensten Samples, die gerne an sie Geräuschkulisse in etwa einer Eisengießerei erinnern, oder (und das widerspricht sich gerade nicht!) an die verhallten Gehör-Fata-Morganas eines unverhofften Echo-Trips auf der Arbeit : Man versucht konzentriert zu sein, wird aber in einen Strudel der akustischen und optischen Halluzinationen hineingezogen.

Man kann nicht mehr auf den Punkt zurückverfolgen, welche Geräusche Marcus gesampelt hat, was das Ausgangsmaterial war - das macht aber nichts. Denn dieses Material ist ohnehin nur Wachs in seinen Händen und er formt daraus neue, ungeahnt tiefe, beängstigende, bedrohliche Soundloops und -wände. Stimmen huschen durchs "Bild", man identifiziert vereinzelt von atemlosen Frauen hingehauchte Worte, dann wieder schreit jemand wuterfüllt, verzweifelt und alles fügt sich in diese ungeheuer inbrünstig und leidenschaftlich aufgetürmten Klangkaskaden. Besonders bewegend allerdings ist die Stimme von Karin Sherret (Sleeping Dogs Wake), die Marcus sich für die Aufnahmen dazugeholt hat. Ihre weiche, ruhige, wohlklingende und doch wieder sinnlich-erotische Stimme setzt kontrapunktisch bewegende Glanzlichter in die dunkle Welt des Bastards... Eine hochspannende Angelegenheit und ein innovativer Tip für alle Elektroköpfe!
Wk

 

Phosphor : September 1995 :

Following up his succesfull solo debut, Marcus Giltjes (Girls Under Glass, Pink Turns Blue, Invisible Limits) is now presenting his next album. The music ranges somewhere between the first album of Meat Beat Manifesto, Crash Worship´s tribal percussion and distorted drum beats and an exciting mixture of sample attacks in the Flugschädel style. Pouding beats have been decorated with radio fragments and vocal snatches from Marcus Giltjes as well as from Karin Sherret (Sleeping Dogs Wake). In the openingstrack "Dogma", she sings in the early Sleeping Dogs Wake tradition, by which this song becomes a DJ trip. As for the remaining pieces, they´re a little too melancholic or too abstract for dancing purposes, though the remixed versions prove that Bastard´s music can be moulded in house versions easily. Bastard can be considered a great and original band.

 

The Gothic GRIMOIRE : 1/1996

RANDOM MIND MACHINE : BASTARDfeat. Karin Sherret

SLEEPING DOGS WAKE : Spiderbilly´s Snakedance

Bastard (Plattenmeister/EFA) ist eine wütend hämmernde Percussionsmaschine mit Industrialsounds, Sprachsamples und Karin Sherrets sporadisch eingesetzter Stimme. Zweifellos lebt die Musik des Projektes von Marcus Giltjes von eben dieser Stimme und der aufwühlenden Rhythmik, die Anleihen im Hip Hop-Bereich macht. So ist Bastard eine verdammt kranke Geschichte und atmet den Zeitgeist unserer Tage.

Als Vergleich zur Maxi von SLEEPING DOGS WAKE (Hyperium/Rough Trade) fällt mir nur MOTHER DESTRUCTION ein. Zwei Remixes von Marcus Giltjes, Vocals : Karin Sherret. Vergleiche zu RANDOM MIND MACHINE sind ebenfalls möglich. SLEEPING DOGS WAKE haben hier eine Konzept-Maxi mit 5 Titeln aufgenommen und produziert, in der es inhaltlich wie formell in erster Linie ums Tanzen geht. Ob jemand drauf getanzt hat?

Es fällt auch schwer, die Musik einer Stilrichtung zuzuordnen, denn zu ungewöhnlich ist der Taylor-Remix von SPIDERBILLY, der mit dem Video-Edit (erinnert mich an MARCH VIOLETS zur SNAKEDANCE-Zeit) gar nichts zu tun hat. OH BILLY und der Carrotman Mix tragen dann wieder eindeutig die Handschrift der RANDOM MIND MACHINE.

Skurril!



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